„How to Welt retten“

MITTERFELDEN 2026 – Beim diesjährigen Ferien-Workshop „How to Welt retten“ setzten Jugendliche erneut ein kreatives und zugleich nachdenkliches Zeichen. Unter dem Motto „Unsere Hood, unsere Vision“ entwickelten sie gemeinsam Ideen für eine lebenswerte Zukunft und brachten diese mit Unterstützung des Künstlerduos Jana&Jz direkt auf die Wand.
Beteiligt waren die Kommunale Jugendpflege des Landkreises Berchtesgadener Land, das Künstlerduo Jana&Jz, die Volkshochschule Rupertiwinkel, der Jugendbeirat Berchtesgadener Land, die THW-Jugend im Landkreis, der Kreisjugendring Berchtesgadener Land sowie die Gemeindejugendpflege Ainring.
In der zweiten Osterferienwoche wurde es kreativ in Mitterfelden: Unter dem Motto „Unsere Hood, unsere Vision“ setzten sich neun Jugendliche ab 12 Jahren intensiv mit dem Thema „Welt retten“ auseinander – und das nicht mit Stift und Papier, sondern mit Skalpell und Sprühdose.
Präzision und Vorbereitung
Am zweiten und dritten Tag verwandelte sich das Gelände (THW/Mittelschule) in ein Atelier für Stencil-Art. Die Teilnehmer schnitten ihre Fotomotive mit Skalpellen präzise aus, um Schablonen zu erstellen. Bevor die Farbe fließen konnte, musste die Wand vorbereitet und grundiert werden, um eine saubere Leinwand für die Botschaften der Jugendlichen zu schaffen.
Action an der Sprühdose
Nach Sicherheitsunterweisungen und ersten Versuchen an Übungswänden wurde es ernst: Die Schablonen wurden an der Hauptwand positioniert. Schritt für Schritt entstanden Silhouetten, Sprechblasen und Schattierungen. Parallel dazu gestalteten die Künstler drei individuelle Tafeln, die den Veranstaltern als Erinnerung mit nach Hause gegeben wurden.
Ein bleibendes Werk
Am letzten Tag wurden die feinen Details, Outlines und Logos ergänzt. Den feierlichen Abschluss bildeten die Unterschriften aller Beteiligten auf ihrem gemeinsamen Meisterwerk. „Es war eine außergewöhnliche Erfahrung, so aktiv am kreativen Prozess beteiligt zu sein“, so das Resümee eines Teilnehmers. Was als vage Idee zum Thema Weltverbesserung begann, ist nun als beeindruckendes Kunstwerk in Mitterfelden zu bestaunen.

Auch das Jugendradio Galaxy Mixed wollte beim Workshop mal vorbei schauen was da los ist und hat die Gelegenheit genutzt, Stimmen direkt aus dem Geschehen einzufangen. In Interviews mit Teilnehmenden und Beteiligten entstand ein Einblick in die Atmosphäre, die Inhalte und die Erfahrungen vor Ort.
Wer neugierig ist, wie der Workshop genau ablief, welche Themen besonders im Fokus standen und wer alles mitgewirkt hat, ist herzlich eingeladen, in den Beitrag hineinzuhören.


AINRING 2025 – „Nachhaltig dahom, dann gibt’s uns a no moang“: Mit diesem Statement haben Jugendliche beim Ferien-Workshop „How to Welt retten“ ein starkes Zeichen gesetzt. Gemeinsam mit dem international bekannten Künstlerduo jana&js haben sie die Front der Ainringer Gemeindewerke in ein riesiges, buntes Streetart-Kunstwerk verwandelt, das auffällt, inspiriert und zum Mitmachen einlädt.
Im Mittelpunkt stand das UN-Nachhaltigkeitsziel „Nachhaltige Städte und Gemeinden“. Statt einfach ein fertiges Motiv zu übernehmen, haben die Jugendlichen eigene Ideen entwickelt: Sie machten Fotos von sich selbst und ließen ihre gemalten Figuren genau das sagen, was ihnen für ihre Gemeinde und ihre Zukunft wichtig ist.
„Die Jugendlichen haben unglaublich motiviert gearbeitet, gemeinsam reflektiert und ihr eigenes Statement entwickelt – das Ergebnis ist einfach großartig“, sagt Dr. Helga Huber, Leiterin der vhs Rupertiwinkel, die das Projekt als Kooperationspartnerin begleitete. Auch die Kommunale Jugendpflege, die THW-Jugend und die Gemeindejugendpflege Ainring waren voll dabei und haben das Projekt mit viel Energie unterstützt.
Getragen wurde die Aktion vom Kreisjugendring Berchtesgadener Land, der dafür Fördermittel des Bayerischen Jugendrings bekommen hat. „Diese Unterstützung ermöglicht uns, jungen Menschen kreative Räume zu geben, in denen sie Zukunftsthemen so gestalten können, wie sie es wollen“, erklärt Rudi Hiebl vom Kreisjugendring.
Jetzt ist das neue Kunstwerk für alle sichtbar – mitten in Ainring. Es zeigt jeden Tag aufs Neue, wie Jugendliche mit Kreativität, Mut und Teamgeist aktiv an einer nachhaltigen, lebenswerten Zukunft arbeiten.
Streetart und Graffiti haben eine besondere Power, Botschaften rüberzubringen. Sie hängen nicht in einem Museum, sondern stehen mitten im Alltag, sichtbar für alle. Genau das macht sie so wirkungsvoll: Farben, Formen und Statements treffen Menschen direkt dort, wo sie leben. Vor allem junge Menschen nutzen Graffiti, um Haltung zu zeigen, Fragen zu stellen oder Probleme anzusprechen, die oft zu kurz kommen. Ein einziges Bild kann Diskussionen starten, Gemeinschaft stärken und zeigen, dass jede:r etwas bewegen kann. Ganz ohne lange Reden, sondern mit klaren, kreativen Bildern.
Alle Bildrechte gehören zu dem KJR BGL.




